Kaninchen-Krankheiten

RVHD (Rabbit Viral Hemorrhagic Disease)

Eine Erkrankung, die erstmals 1984 in China beobachtet wurde. 1988 traten bereits erste Fälle in Deutschland auf. Die RVHD ist eine meist zu 100% tödliche verlaufende Kaninchenseuche. Verursacher ist ein Virus.

Jungkaninchen erkranken vor einem Alter von 5-6 Wochen in der Regel nicht.

Die Inkubationszeit (Zeit von der Ansteckung bis zum Ausbruch der Krankheit) beträgt 1-3 Tage.

Es gibt drei Verlaufsformen:

  1. Perakuter Verlauf:
    plötzlich eintretender Tod mit Erstickungskrämpfen, blutiger Schaum tritt aus den Nasenöffnungen.
  2. Akuter Verlauf:
    erste Symptome zeigen sich am 2.-4. Tag nach Ansteckung, zunehmende Unruhe, Atembeschwerden, Röcheln, Fieber. Der Tod tritt in Agonie oder wiederum in Erstickungskrämpfen ein. Es zeigt sich auch hier blutiger Schaum.
  3. Milder Verlauf:
    Vorübergehende leichte Benommenheit, Fressunlust, Erholung innerhalb wenige Tage möglich.

Ansteckungswege

Da eine Behandlung der Erkrankung nicht möglich ist, kommt der Schutzimpfung eine große Bedeutung zu. Ab einem Alter von 6 Wochen kann geimpft werden. Der Impfschutz hält 9-12 Monate an. Die Impfung bleibt wirkungslos bei bereits erkrankten Tieren.

Bei erkrankten Tieren bleibt meist nur die Tötung, da es keine Gegenmittel gibt. Anschließend müssen die Ställe desinfiziert und verbliebene, gesunde Tiere geimpft werden.

Es besteht Impfpflicht bei Ausstellungstieren.